Aus dem Gemeindeleben - Thomaskirche Kempen

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Aus dem Gemeindeleben
Noch nie waren die Ankündigungen unseres Gemeindebriefes mit so großen Unsicherheiten behaftet wie diesmal. Zeiten liegen hinter uns, die vor einem Vierteljahr noch gänzlich jenseits aller Vorstellung waren: Die Corona-Pandemie erzwang seit Mitte März ein Aussetzen unserer Gottesdienste, die Kindergärten mussten schließen, ebenso das Gemeindezentrum als ein Haus vielfältiger Begegnungen. Eine Situation, die vor große Probleme gestellt hat: die von einen auf den anderen Tag erforderliche Kinderbetreuung zuhause, der Verzicht auf die Gottesdienste der Osterzeit, das Fehlen von Chorproben und anderen wichtigen Treffen, die Einsamkeit, die sich daraus für manche und manchen ergeben hat.

Inzwischen sind wir in einem Stadium des vorsichtigen Neubeginns: die Kindertagesstätten werden Ende Mai wieder zu 40 % ausgelastet sein, die Gemeindebücherei kann wieder aufgesucht werden, und seit dem 17. Mai finden auch wieder Gottesdienste statt, allerdings nach einem strengen Sicherheitskonzept, mit weiten Abständen voneinander, mit Mundschutz und ohne Gesang. Hier in diesem Gemeindebrief gehen wir davon aus, dass alle Veranstaltungen nach den Sommerferien wieder stattfinden können. Es müssen dann allerdings noch die ausgefallenen Konfirmationen nachgeholt werden, und es ist unklar, wieweit Vorsichtsmaßnahmen dann immer noch erforderlich sein werden. Unter der Voraussetzung, dass eine zweite Infektionswelle ausbleibt, sehen wir aber zuversichtlich in die Zukunft.

Die Zeit der Beschränkungen hat auch neue Ideen hervorgerufen: Um den Kontakt zur Gemeinde aufrecht zu erhalten, haben wir auf unserer Homepage Videobotschaften veröffentlicht. Sie wurden oft abgerufen und waren auch für die Mitwirkenden eine neue und interessante Herausforderung. Auch den Erzieherinnen lag daran, auf unterschiedlichen Weisen die Beziehung zu „ihren“ Kindern aufrecht zu erhalten. Die betagten Mitglieder der Frauenhilfe bildeten eine Telefonkette.

                        Die Natur scheint von alledem nicht berührt zu sein. Sie atmet sogar auf. So wünsche ich trotz allem einen schönen Sommer.

 Ihr
Bernd Wehner
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