Geistliches Wort - Thomaskirche Kempen

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Geistliches Wort
Im Juni ist es wieder so weit: Tausende von Menschen machen sich auf den Weg nach Dortmund zum Deutschen Evangelischen Kirchentag. Er steht unter der Überschrift
„Was für ein Vertrauen“

Das Satzzeichen hinter diesen vier Worten ist bewusst weggelassen. In diesen vier Worten kann viel stecken, je nachdem, wie sie gesagt oder gerufen oder gefragt werden. Staunen kann darin liegen: unglaublich, dass jemand überhaupt Vertrauen haben kann – ausgerechnet jetzt, in dieser Zeit. Anerkennung kann daraus sprechen: Donnerwetter, was für ein Vertrauen! Das hätte ich auch gern. Eine offene, interessierte Frage kann das sein: Woher hast du dies Vertrauen? Trägt es dich wirklich zu allen Zeiten? Spott kann daraus sprechen: Was für ein Vertrauen! Du bist ja verrückt und naiv. Und vieles mehr... „Was für ein Vertrauen“: die Losung für den Dortmunder Kirchentag spricht unmittelbar an. Zum Thema „Vertrauen“ kann jede/r etwas Persönliches erzählen.

Vertrauen nimmt zu, wenn die Angst nachlässt. Wir vertrauen mehr, wenn wir weniger Angst haben. Zu viel Angst lähmt die Handlungsfähigkeit und trübt den Blick auf notwendige Veränderungen im eigenen Leben und in Staat und Gesellschaft.

Auf dem Plakat für den Kirchentag sehen wir einen Strauß grüner Luftballons als Symbol für das Vertrauen, das so stark ist, das es einen Menschen trägt. Die unterschiedlichen Luftballons stehen für Vertrauen in seinen verschiedenen Facetten wie Familie, Freunde oder Gott. Der Mensch greift beherzt zu und bringt selbst Vertrauen auf. Das richtet ihn auf und zieht ihn heraus aus dem, was ihn sonst herunterzieht im alltäglichen Leben. Der Kirchentagspsalm für den diesjährigen Kirchentag ist Psalm 23, „Der Herr ist mein Hirte…“ einer der bekanntesten und beliebtesten Texte der Bibel, ein „Vertrauenspsalm“ für alle Tage unseres Lebens.

Mit allen guten Wünschen für eine von solchem Vertrauen erfüllte Sommerzeit

Renate Wehner
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