Geistliches Wort - Thomaskirche Kempen

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Insgesamt sieben „Worte Jesu am Kreuz“ sind in den Evangelien überliefert. Es sind nicht in allen Evangelien sind dieselben. Das Wort, das zum Monatsspruch für den März 2018 gewählt wurde, findet sich nur im Johannesevangelium. Am Kreuz hängend spricht Jesus: „Es ist vollbracht!“.

Aber was ist vollbracht, was wurde hier zu Ende gebracht?

Einfacher wäre es zu verstehen, wenn der römische Hauptmann, der die Kreuzigung beaufsichtigte, diesen Satz gesagt hätte. In dem Moment, in dem Jesus seine letzten Atemzüge tut, ist die Hinrichtung vollbracht. Sie ist vorbei, aus, fertig. Hier aber spricht der Gekreuzigte. Was bedeutet das Wort aus seinem Mund? Es ist Deutung ist im wörtlichen Sinne. Denn offenbar ist hier mehr vollbracht als das, was im Moment vor aller Augen ist. Die Kreuzigung steht in einem großen Zusammenhang.

Mit ihr ist ein Geschehen ans Ende gelangt, das einem weiten Plan folgt.
Jesus sollte allen Menschen den guten Willen Gottes erkennbar machen. In seinen Worten und Taten wurde Gott erkennbar, bezwingend und überzeugend. Auch sein Leiden und Sterben, gehörte dazu. Der Leidensweg spiegelt die Liebe wider, durch die Gott sich selbst in das Elend der Welt hinein begibt. Er fällt dem Hass und der Gleichgültigkeit der Menschen zum Opfer, er opfert sich selbst.

Die Geduld, mit der Jesus den Widerwillen der Menschen gegen ihn ertrug und alles mit sich machen ließ, was sie ihm antaten, lässt die Zuwendung Gottes spürbar werden, die selbst seinen Feinden gilt. Diesen Auftrag hat Jesus am Kreuz zu Ende gebracht.

Ein Werk, das wir in seiner Tragweite kaum ermessen können. Darauf weist er hin, wenn er am Ende sagt: „Es ist vollbracht“.

Bernd Wehner

zuletzt aktualisiert: 21.04.2018
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