Krausnick - Thomaskirche Kempen

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Krausnick

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Besuch in unserer Partnergemeinde Krausnick
9. bis 12. Mai 2013

Nur drei Kempener haben in diesem Frühjahr am Partnerschaftsbesuch in Krausnick teilgenommen. 

Empfangen wurden wir am Himmelfahrtstag nachmittags herzlich wie immer im Krausnicker Pfarrhaus, wo sich einige bekannte und vertraute Gemeindeglieder eingefunden hatten und der Kuchen für viel mehr Gäste gereicht hätte. So verging der Nachmittag und später auch der Abend im kleinen Kreis mit Erzählen und Berichten aus unseren Gemeinden. Immer wieder wurden wir auch nach Kempenern gefragt, die früher mal mit in Krausnick waren oder sich hier in Kempen um Gäste aus Krausnick gekümmert hatten.

Für den folgenden Freitag hatte Frau Pfarrerin Heide eine Tour durch den großen Kirchenkreis Niederlausitz vorgeschlagen, der 2010 durch Zusammenlegung der Kirchenkreise Lübben und Finsterwalde gebildet wurde. Neben dem jetzigen Sitz in Lübben gibt es auch infolge früherer Zusammenlegungen drei weitere Orte, in denen einmal eine Superintendentur bestand, nämlich Luckau, Finsterwalde und Calau. Diese hübschen kleinen Städte sollten die Ziele der Fahrt sein, an der 10 Personen teilnahmen. 

Zuerst beeindruckte uns die große gotische Backsteinkirche in Luckau mit barocker Innenausstattung und über 1000 Plätzen. Sie zeugt von der früheren Bedeutung von Luckau als Handelsstadt. Nach einer kurzen Führung und einem kleinen Rundgang über den Marktplatz und angrenzende Straßen ging es weiter in die Sängerstadt Finsterwalde. Erinnern Sie sich noch an den Schlager "Wir sind die Sänger aus Finsterwalde?" vom Ende des 19. Jahrhunderts?

Neben der Trinitatiskirche war hier das Schloss unser Ziel. Und außerdem gab es eine kräftigende Mittagspause. Zwischen Finsterwalde und Calau stand noch ein Spaziergang durch den wunderschönen Schlosspark von Fürstlich Drehna mit abschließender Kaffeepause auf dem Programm. 

Und schließlich Calau, die Stadt der Kalauer: "Warum gibt es am Calauer Kirchturm zwei Zifferblätter? Damit zur gleichen Zeit zwei Calauer sehen können, wie spät es ist", so zu lesen auf dem "Witzerundweg". Die jeweilige Sehenswürdigkeit wird auf den Tafeln aber auch beschrieben. 

Die letzte Station des Ausflugs war noch ein kurzer Besuch des von Schinkel beeinflussten Schlosses Zinnitz, einem Ortsteil von Calau.

Am Samstagvormittag führte Herr Gerhard Buschick uns Kempener auf den Wehaberg, mit 144 m die höchste Erhebung der Krausnicker Berge, auf dem seit einigen Jahren ein Aussichtsturm steht, der einen weiten Blick in die Umgebung erlaubt. 

Für den Blick bis zum Berliner Funkturm war allerdings die Sicht nicht klar genug. Als Ortsbürgermeister (und Kirchenältester) kann Herr Buschick viel über die Landschaft und ihre Geschichte erzählen. Er ist sich aber auch nicht zu schade, praktisch täglich zu dem Turm hinaufzufahren, um dort nach dem Rechten zu sehen, aufzuräumen und gegebenenfalls kleine Schäden oder Schmierereien sofort zu beseitigen. Während Frau Heide am Nachmittag eine Trauung hatte, machten wir noch einen Besuch bei Familie Henning in Neu-Schadow. 

Und gegen Abend gab es das traditionelle Beisammensein von Gemeindegliedern und Gästen im Krausnicker Pfarrhaus. 

Für das leibliche Wohl war wie immer reichlich gesorgt und so stand einem fröhlichen Abend nichts im Wege. 

Sonntag war Konfirmation in der schönen Krausnicker Kirche. Vier Konfirmandinnen und Konfirmanden wurden im feierlichen Gottesdienst eingesegnet. Und dann galt es wieder Abschied zu nehmen, natürlich mit einem "Auf Wiedersehen nächstes Jahr in Kempen" und auch mit der Hoffnung, dass sich in zwei Jahren wieder ein paar Gemeindeglieder mehr in den Spreewald aufmachen. 

Christian Timpe
Timpe Wehner
Partnergemeinde Krausnick
noch ne Kirche
in Kirche Krausnick
die nächste Kirche
Kuchen für B. Wehner
Pfarrerin in Krausnick
Friedhof im Winter

Pfarrerin Heide in Krausnick verstorben

Die Pfarrerin unserer Partnergemeinde Krausnick im Spreewald ist am 1. Weihnachtstag nach schwerer Krankheit im Alter von 58 Jahren verstorben. Durch die gegenseitigen Besuche war sie seit vielen Jahren auch Kempener Gemeindegliedern gut bekannt. 

Der Trauergottesdienst fand am 30. Dezember in der bis auf den letzten Platz besetzen Krausnicker Kirche statt. Die Predigt hielt Generalsuperintendent Martin Herche. Den Leitsatz „Du bist doch, Gott, allezeit meines Herzens Trost und mein Teil“ aus Psalm 73 hatte sie selbst ausgesucht. Ebenso auch das Dankeslied für den Beginn, damit in der Stunde des Abschiednehmens und der Trauer auch an das Gute ihres Leben gedacht und gedankt werde. 

Begleitet durch ein Blechbläserensemble wurden noch viele andere Lieder angestimmt. Dennoch war der Schock und die tiefe Betroffenheit über den frühen Tod der beliebten Pfarrerin in der ganzen Dorfgemeinschaft spürbar.
zuletzt aktualisiert: 14.10.2017
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