Zeittafel - Thomaskirche Kempen

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Zeittafel

Geschichte

Die Zeittafel der Evangelischen Kirchengemeinde

Dr. Hans Kaiser

Um 1525                          Erste bekannte Erwähnung von Abweichlern von der katholischen Lehre in
Kempen

Jahreswende 1542/43        57 namentlich genannte Kempener Bürger , die für eine evangelisch
gesonnene Gemeinschaft von etwa 250 Erwachsenen stehen, senden einen Brief an ihren Kurfürsten, in dem sie ihn um die Entsendung eines Predigers bitten.

1543 - 45                         Heftige, teilweise auch handgreifliche Auseinandersetzungen mit
Katholiken.

1543, 22. April                  Kurfürst Hermann von Wied weist Bürgermeister und Rat von Kempen an,
die evangelische Predigt zu unterstützen.

1543, August                    Erste Erwähnung einer evangelischen Gemeinde.

Seit 1544                          Entstehung einer Wiedertäufer-Gemeinde

1545, August                    Mit dem bekannten Theologen Dr. Albert Hardenberg erhält Kempen
seinen ersten evangelischen Pfarrer und einen hervorragenden Prediger.

1545, 13. August               Kaiser Karl V. fordert den Kempener Amtmann Wilhelm von Rennenberg
auf, die Unterstützung der Reformation in Kempen einzustellen.

1546, Januar                     Amtmann Wilhelm von Rennenberg demissioniert: Kempens Evangelische
verlieren ihren Beschützer.

Ende 1546                        Pfarrer Dr. Albert Hardenberg verlässt die Stadt.

1565                                Bürgermeister, Rat und evangelische Gemeinde der Stadt Kempen bitten
den Gladbacher Abt um Wiedereinführung der 1546 erlassenen Reformationsordnung Hermanns von Wied und die Einsetzung eines Predigers der Augsburgischen Konfession.

1565, Juli                         Der bedeutende reformierte Prediger Engelbert Faber predigt in Kempen
und wirkt im Sinne des reformierten Glaubensbekenntnisses.

1569, 3. August                Eine kurfürstliche Visitation stellt in Kempen Wiedertäufer, Anhänger der
reformierten Richtung und Sektierer fest.

1574                               In Kempen hat sich eine reformierte Gemeinde gebildet. Sie gehört dem
  Konsitorium des Gladbacher Quartiers an - einer zweimal jährlich   zusammentretenden Vertretung der reformierten Kirche im Norden des   Jülicher Landes.

1608                               Die erste von fünf Visitationen leitet die Gegenreformation im Kempener
  Land ein.

1614, 4. November           Eine Religionsordnung des neuen Kurfürsten Ferdinand von Bayern schafft
  die Grundlage für die systematische Verfolgung der evangelischen   Konfession in Kurköln.

1624                               werden aus Düren Franziskaner-Bettelmönche angesiedelt, um mit ihrer
   Seelsorge die Refomration in Kempen auch geistlich zu bekämpfen.

1632                                Die Besetzung des Gelderlands durch niederländische Truppen bewirkt ein
  Nachlassen der Verfolgung; die Kempener besuchen den evangelischen
  Gottesdienst in Grefrath.

1642 - 1649                      Die hessische bzw. niederländische Besetzung Kempens bringt den
Evangelischen noch einmal eine kurze Zeit der Glaubensfreiheit.

Nach 1730                        Die letzten Kempener Reformierten verlassen die Stadt.

1747                                In Schmalbroich und Broich sind noch acht reformierte Bauern bezeugt.

1845, 24. Februar              19 Kempener Evangelische beschließen die Einrichtung eines ständigen
                                       Gottesdienstes.

1845, 23. März                  Die Regierung in Düsseldorf genehmigt die Bildung einer
vorläufigen evangelischen Gemeinde, zu der auch Einwohner eines Teils von Nieu- bzw. Aldekerk, von Wachtendonk, St. Hubert, St. Tönis, Oedt und Hüls gehören.

1845, 24. März                  Am Ostermontag 1845 findet der erste öffentliche Gottesdienst unter der
Leitung des Superintendenten der Kreissynode Gladbach statt.

1845, 19. November          Die evangelische Privat-Elementarschule in Kempen wird vom
Superintendenten der Kreis-Synode Gladbach bestätigt.

1846, 24. März                  Friedrich Wilhelm Greeven aus Odenkirchen wird zum Pfarrverweser für
die 130 Seelen zählende Gemeinde bestellt.

1846, 25. November          Einweihung der ersten Kirche Ecke Burg- /Engerstaße.

1853, 12. November          Der preußische Kultusminister spricht die staatliche Anerkennung der
                                       Kirchengemeinde Kempen aus.

1855, 2. Sept./17. Okt.       Auch die Regierung in Düsseldorf und die Provinzsynode in
 Koblenz bestätigen die Gründung der evangelischen Gemeinde zu Kempen.

1871, 1. Oktober -             Ernst Rudolf Roeber, Nachfolger des verstorbenen
1910, 30. September         Friedrich Wilhelm Greeven.

1876                                Von den 5.383 Einwohnern Kempens sind 149 (= 2,8 %) evangelisch.

1901                                Die Ansiedlung der Firma L. & C. Arnold bringt einen umfangreichen
Schub von Gemeindeangehörigen aus Württemberg.

1903, 3. März                    Für den Bau einer neuen Kirche ersteigert die Gemeinde zwei Morgen
Land an der Ecke Aldekerker / Wachtendonker Straße.

1909, 25. April                   Der Grundstein zum neuen Gotteshaus wird gelegt.

1910, 17. Juli                     Einweihung der Kirche.

1910, 8. Dezember -           Hermann Hartkes fast 40-jährige Amtszeit.
1950, 9. November

1911, 28. April                   Die evangelische Schule nimmt ihren Lehrbetrieb auf.

1933, 1. April                     Grenzänderung zwischen den Kirchengemeinden Kempen und Krefeld:
   Laschenhütte (zwischen Hüls und Benrad) kommt zu Krefeld.

1946, 1. November -           Pfarrer Erwin Jungjohann
1948, 31. Januar

1948, 15. Januar -              Pfarrer Hermann Gutzeit verwaltet die zweite Pfarrstelle Hüls - St. Tönis.
1954, 31. Dezember

1950                                 Aldekerk, Rahm, Stenden und Eyll kommen von der Kirchengemeinde
Kempen zum neuen Hilfspredigerbezirk Geldern-Süd im Kirchenkreis Kleve

1951, 15. Januar -              Pfarrer Karl Immanuel Horst
1951, 14. Juni

1951, 24. Juni -                  Pfarrer Friedrich Fliedner
1959, 6. Mai

1955, 1. Januar                  St. Tönis und Hüls werden aus der Kempener Gemeinde ausgegliedert
und bilden eine neue Kirchengemeinde St. Tönis - Hüls.

1957, 1. Mai -                    Friedhelm J. Waffenschmidt, Vikar; Pfarrer im Hilfsdienst
1960, 30. April

1959, 1. April                     Mit zwölf anderen Gemeinden kommt Kempen zum
neu gebildeten Kirchenkreis Krefeld

1959, 12. Mai -                  Pfarrer Viktor Sallentien
1964, 31. Dezember

1961, 1. April                     Die evangelische Kirchengemeinde Grefrath-Oedt wird selbstständig.

1965, 1. September -          Pfarrer Rüdiger König
1979, 31. März

1967                                 Als letzte Gemeinde des Pfarrbezirks Kempen wird St. Hubert
selbstständig

1970, 1. September -          Pfarrer Siegfried Rengers, Inhaber der zweiten Pfarrstelle,
1984, 18. Juli                     Pfarrbezirk Süd

1981, 1. Oktober -              Pfarrer Peter Szava
1983, 30. September

1984, 1. April -                   Pfarrer Martin Sylvester
1995, 1. April

Seit 1985, 1. Dezember       Pfarrer Bernd Wehner, Inhaber der zweiten Pfarrstelle

Seit 1995, 21. Mai               Pfarrer Michael Gallach, Inhaber der ersten Pfarrstelle

zuletzt aktualisiert: 11.12.2017
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